XXL Icon Poet SciFi: Fucking Space

Ein nicht ganz ernst gemeinter XXL Icon Poet Science Fiction von Anna Veen über Risiken und Nebenwirkungen der Roboter Mensch Interaktion.

 

Einen Text mit Icon Poet zu generieren, ist immer wieder eine Herausforderung. Technik erklären mit Icon Poet noch mehr. Vor allem, wenn die Würfel auf den ersten Blick nichts, aber wirklich überhaupt nichts mit dem Thema zu tun haben. Highliner wagt es dennoch.

Das Raumschiff löst sich vom Boden, zwei Raumkapseln an Bord, in der einen ich, in der anderen Kumi, mein Allround Roboter. Eigentlich braucht der nicht wirklich eine Kapsel, ist ja nur ne Maschine. Aus Gründen der Bewusstseinsbildung, der Akzeptanzförderung  für Roboter als künftig gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft  findet mein Chef, mein ChefChef und mein ChefChefChef jedoch, dass eine Raumkapsel sehr wohl nötig ist.

So wie ich in meinem Raumanzug in meiner Raumkapsel in meinem Raumschiff stecke, und so wie Kumi in seinem Raumanzug in seiner Raumkapsel in meinem Raumschiff steckt, sehen wir auch aus wie Brüder. Man muss sich nur unsere Hände anschauen. Wer ist wer? Keine leicht zu beantwortende Frage, oder?

 

Unsere Mission ist lang. Für mich alleine wäre sie nicht nur lang, sondern auch langweilig. Denn bis es richtig was zu tun gibt, vergehen Wochen, Monate, Jahre... jedenfalls an irdischen Verhältnissen gemessen. Glücklicherweise vergeht im fucking space die Zeit anders, sonst wäre ich ein alter Mann bei meiner Rückkehr. Im Raumschiff müssen Kumi und ich uns nicht immer in der Raumkapsel aufhalten, nur beim Start und bei der Landung. Wäre auch zu eng um immer drin zu hocken. ich erwarte ja nicht, dass ich in dem fucking space shuttle Schlittschuhfahren oder Bowlen kann mit meinem Reisegesellen, aber sich ein wenig die Füsse vertreten und die Birne ausleuchten, das muss drinliegen.

In den Wochen, Monaten, Jahren der Anreise zum fucking remote target planet besteht meine einzige Aufgabe darin, mit Kumi zu interagieren. Ich spiele Schach mit ihm, lasse mir von ihm mein Essen bringen, oder auch schon mal nen Cocktail mixen. Bloody Mary und Banana Magarithas macht er am besten. In der zweiten Woche lasse ich ihn meine Füsse massieren und hoffe, sein fucking safety code funktioniert korrekt. Denn mit seinen Fingerchen könnte er meine Füsse zerquetschen wie der Seewolf ne rohe Kartoffel. Tut Kumi aber nicht. Ich werde mutig, lassen ihn Kayal auf meine Augenlider auftragen, wollte ich immer schon mal ausprobieren, Schliesslich sieht Johnny Depp mit smoky eyes total heiss aus. Und hier besteht keine Gefahr, dass mich einer mit Schminke im Gesicht erwischt.

Kumi macht das perfekt, mit zarten Bewegungen. Seine Sensoren sind ausserordentlich sensibel und die Aktoren höchstpräzise. Doch gerade als er fertig ist und ich in den Spiegel sehen will, umklammert er mich und drückt seine Plastiklippen auf meinen. 

Als ich mich eine halbe Stunde später aus Kumis starken Armen befreit und den Weichmachergeschmack von den Lippen gewischt habe, überlege ich, ob ich den Vorfall nun als Sicherheitslücke in mein Protokoll schreiben soll. Oder ob mein Chef, mein ChefChef und mein ChefChefChef dann finden, dass ich unzureichend tolerant bin.

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